Donnerstag, 18. Februar 2010

Besuch JHH Bochum

In der letzten Zeit haben wir uns mit Konzerthäusern und ihrer Architektur, insbesondere ihrer Akustik, beschäftigt. Dabei haben wir die Kölner Philharmonie und die Jahrhunderhalle in Bochum genauer in untersucht. In jedem der beiden Konzerthäuser hatten wir die Möglichkeit mit Fachkundigen, die uns eine 
Führung ermöglichten und uns unsere zahlreichen Fragen beantworten konnten, zu sprechen. 
Die Besuche zeigten und einige Unterschiede auf. Bei der Philmharmonie handelt es sich um eine "normales" Konzerthaus, in dem überwiegend klassische Konzerte aufgeführt werden. Auch besitzt die Philharmonie eine feste Bestuhlung die in Blöcken gestaffelt ist und nicht verändert werden kann. Die Inennarchitektur besticht mit einem angenehmen Holzflair wogenen sich das Gebäude äußerlich unscheinbar in das Stadtbild einfügt.
Die Jahrhunderhalle dagegen ist eine alte Industriehalle welche zu einem Veranstaltungsort umfunktioniert wurde. Durch ihre größe 
ist sie vielseitig nutzbar: von kleinem Theater und kleinen Lesungen bis zur Verleihung der europäischen 
Filmpreises und manchen Partyevents ist nahezu alles machbar. Ihre Architektur überzeugt mit einer Kombination aus altem Industrieambiente gekreuzt mit moderner Architektur eines renomierten Düsseldorfer Architektenbüros. Das Moderne besteht in zwei Anbauten welche Eingangsbereich und Gaderobe platz bieten. Für die Veranstalter ist vor allem die Kombination aus altem ungeschmücktem Industrieambiente und modernster Veranstaltungstechnik von besonderem Reiz. Allerdings ist es für die betreiber der Jahrunderhalle Problematisch, dass Sie die Halle für jede einzelne Veranstaltung umbauen müssen. Hinzu kommt, das die Jahrunderthalle aus vier Einzelhallen besteht welche allerdings nicht kommplett getrennt sind, sodass auch Proben oder Soundchecks nur zeitlich Versetzt stattfinden können. Eine optische jedoch nicht akustische Trennung ist jedoch durch Vorhänge realisierbar. Alles in allem bietet die Jahrhunderthalle eine gut organiesierten Veranstaltungsort, der für jede Art von veranstaltung nutzbar ist und durch eine denkmlageschützte Industriearchitektur überzeugt.

Thilo und Moritz

Mittwoch, 17. Februar 2010

Besuch in der Jahrhunderthalle Bochum am 17.02.2010

Die Jahrhunderthalle Bochum zeichnet sich in jeder Hinsicht durch ihre Variabilität aus. Im Lauf ihrer Geschichte barg sie in sich eine Kraftzentrale für ein Stahlwerk, wurde im Drittem Reich für die Rüstungsindustrie verwendet und nach einer weiteren Dienstzeit für die Stahlindustrie nennt man die nun eine "Montagehalle für Kunst" und will damit ausdrücken, dass es sich bei ihr um eine vielseitig nutzbare Veranstaltungs- und Konzerthalle handelt. Erstmalig errichtet wurde sie im Rahmen der kleinen Weltausstellung 1902 in Düsseldorf auf einer Rheinwiese, erst danach kam sie an ihren heutigen Standort in Bochum. Die Jahrhunderthalle kann also vielseitige Bekanntschafften vorweisen mit zwei Städten, mit Stahlarbeitern, Zwangsarbeitern, wieder Stahlarbeitern und nun seit 2003 mit einem breiten Künstlerspektrum und dem dazugehörigen Kunstpublikum.
Bei dem Besuch der Halle an einem Nichtaufführungstag erscheint die Jahrhunderthalle als ein rein industrielles Gebäude. Die moderne Veranstaltunstechnik wurde beim Umbau bestmöglich in den Stahlträgern verborgen. Erst durch die Erläuterungen der uns führenden Mitarbeiter wird die Vorstellung einer Nutzung für musikalische Projekte allmählich überzeugend. Und in dieser Hinsicht offenbart die Halle auch heute noch ihr variables Gesicht; die Möglichkeiten für verschiedenste Inszenierungen, die sich durch den Umbau der Bühnen und Tribünen, die schon fahr- oder drehbar gemacht wurden, oder durch lichttechnische Konstruktionen, wie etwa der einer riesigen Lichtkuppel, verwirklichen lassen, scheinen enorm. Für uns liegt die Halle dagegen still und leer in Tageslicht getaucht da, die für die Akkustik wichtigen Vorhänge zwischen den Hallenteilen sind offen und die Möglichkeiten für die Veranstaltungstechnik sind nur mögliche Vorstellungen. Aber in Anbetracht der erfolgreichen Rhurtriennalen wollen wir glauben, dass der augenscheinliche Gegensatz zwischen Industriehalle und Konzertraum nur ein konzeptioneller, optischer ist, der Blick der Industrie, aber die Ohren der Musik gehören.

Videos zur Jahrhunderthalle

Beim durchstöbern haben wir interessante Videos zur Jahrhunderhalle Bochum bei Youtube gefunden. Hier eine gewisse Auswahl:
Link
Reportage über die Jahrhunderthalle Bochum
Soundcheck in der Jahrhunderthalle Bochum
1Live Krone in der Jahrhunderthalle Bochum
Bacardi B-Live in der Jahrhunderthalle Bochum

Thilo und Moritz

Ausflug in die Jahrhunderthalle Bochum am 17.2.10

als Nachdem Moritz, Thilo, Johannes und ich (Konrad) ankamen, trafen wir den Rest des Kurses und wurden sogleich von Herrn Janner begrüßt. Nach einleitenden Worten führte er uns in die modern gestaltete Eingangshalle der Jahrhunderthalle. Er erklärte uns die Bedeutung der Halle für das Ruhrgebiet und gab uns einen groben geschichtlichen Überblick.
Nach dem ersten bewundernden Eindruck der Eingangshalle führte er uns in die Haupthallen, welche sich von gigantischem Ausmaß vor uns aufbauten!
Besonders markant in allen Hallen war die 100 Jahre alte noch unverfälschte Stahlkonstruktion, welche sogar auf der Industrie-und Gewerbeausstellung 1902 in Düsseldorf zu sehen war.
Insgesamt bietet die Halle vier Haupthallen, in denen Verantstaltungen jeglicher Art stattfinden können. Sie bieten die Möglichkeit, Konzert, Oper, Theater und viele weitere Veranstaltungen, wie z.B. die eins-live-Krone stattfinden zu lassen.
Als Besonderheit der Hallen gilt die geringe ,,Nachhallzeit", nämlich von 1,8sek..
Diese bietet somit optimale Qualitäten eines Konzerthauses.

Gegen Ende hin wurde uns dann noch ein ca. 9 min. langer Film über die Geschichte und Entwicklung der Jahrhunderthalle gezeigt. Nach diesem konnten wir dann noch unsere Fragen an Herrn Janner stellen, wobei sich die meisten Fragen schon erübrigt hatten!

Insgesamt fanden wir den Ausflug sehr interessant, da es die Art und Weise, auf welche aus der ,,alten-Industriehalle" eines der modernsten und vielseitigsten Veranstalungshäuser Europas entstanden ist, zeigt. Zudem war es schön anzusehen, wie die Halle im ,,Leerzustand" aussieht.

von Johannes und Konrad

Rückschau

Halte Rückschau auf die Unterrichtsreihe zum Thema "Konzerthäuser und Konzertformen des 21. Jahrhunderts - Bedürfnisse von Künstlern und Publikum" und nimm Stellung zu folgenden Aspekten/Fragen (bitte bearbeite diese Fragen bis zum 26.02. und stelle sie als Kommentar zu diesem Post in unseren Blog):

- Worin liegen für dich wesentliche Aspekte (Besonderheiten, Gemeinsamkeiten, Unterschiede) der besuchten Konzerthäuser?
- Der Intendant der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, und der Ausstattungsleiter der Ruhrtriennale, Joachim Janner, haben uns in "ihren" Konzerthäusern empfangen. Worin lag für dich bei den Besuchen der jeweils besondere Informationswert?
- Was würdest du über die Kölner Philharmonie oder die Bochumer Jahrhunderthalle gerne noch erfahren? Du kannst dich sowohl auf die Häuser als solches, als auch auf die Frage nach Veranstaltungen beziehen.
- Du planst einen Veranstaltungsbesuch. Für welche Art von Veranstaltung wählst du die Kölner Philharmonie, für welche die Bochumer Jahrhunderthalle?
- Die Unterrichtsarbeit fand "klassisch" im Musikraum statt, gestaltete sich aber auch durch Konzertbesuch, Interview- und Führungsexkursion oder das Erstellen des gemeinsamen Blogs. Nimm (kurz) Stellung zu den einzelnen Elementen und berücksichtige dabei den jeweiligen Wert für deinen eigenen Wissens- oder Erfahrungszuwachs.

Fotos aus Bochum

Mittwoch, 10. Februar 2010

Aschermittwoch in Bochum

Liebe Schüler des Musik-Grundkurses der Jgst. 13,

am kommenden Mittwoch, 17.02.2010, geht es also Richtung Bochum, damit wir die Jahrhunderthalle endlich genauer kennen lernen. Herr Janner, der uns dort Rede und Antwort stehen wird, kann allerdings leider tatsächlich erst um 14 Uhr, so dass wir wie folgt unsere Reise unternehmen werden:

Treffpunkt ist um 11.20 Uhr im Kölner Hauptbahnhof am DB-Service-Point auf der dem Dom zugewandten Eingangsseite. Bitte seid pünktlich, denn wir müssen dann nach Anwesenheit die Tickets kaufen, damit es wirklich günstig wird.
In Bochum angekommen gehen oder fahren wir nach Stimmung und Wetterlage zur Jahrhunderthalle, können das Gelände noch in Augenschein nehmen. Ich peile an, dass wir von unserem Ausflug wieder zurück am Kölner Hbf gegen 17 Uhr sind.

Zur Vorbereitung bitte ich darum, die von zwei Teams formulierten Fragen zur Jahrhunderthalle und an Herrn Janner, die auf unserem Blog stehen, zu lesen, ein Blick auf die Homepage der Halle ist auch sehr informativ, sofern noch nicht geschehen.

Euch allen einen fröhlichen Karneval und bis Aschermittwoch herzliche Grüße,


Ulrike Vollmer

Mittwoch, 3. Februar 2010

Besuch der Jahrhunderhalle in Bochum am 17.02.2010

Rückfahrt:



Hinfahrt

Fragen zur Jahrhunderhalle Bochum

- Gab es Kritik an dem Ausbau der Jahrhunderhalle in Bochum?
- Ist es schwieriger ein Konzerhaus wie die Jahrhunderhalle auszustatten, als ein "normales" Konzerhaus?
- Wie wird eine gelungene Akustik in einem solchen "Raum" geschaffen?
- Wie werden die Räume auf die verschiedenen Veranstaltungen vorbereiet?
- Finden manchmal Veranstaltungen gleichzeitig oder mit kurzen Zeitlichen abständen statt?
- Wie viel Zeit wird zum Umbau der Halle benötigt?
- Wie viele Angestellte hat die Halle (werden zum Umbau benötigt)?

Konrad, Moritz

KLOING !

Das Konzert war, wie viele in zwei Teile gegliedert: vor und nach der Pause. Vor der Pause wechselten sich Klavierstücke von Satie und Antheil ab, die gegensätzlich waren, die sich aber ergänzten. Während Saties Stücke eher ruhig und harmonisch delikat waren, klangen Antheils vom Jazz angehauchte Stücke sehr kraftvoll und virtuos. Man gewann den Eindruck, als sei die Musik schwere körperliche Arbeit. Der Pianist Marino Formenti zeigte sich von seiner impulsiven Seite. Durch die Abwechslung von schnellen und langsamen Klavierklängen der beiden Komponisten wurde es niemals langweilig. Auch die Dunkelheit im Konzertsaal trug zur mitreißenden Atmosphäre bei.
Eine Besonderheit des Abends stellte die Komposition "KLOING !" von Olga Neuwirth dar, für die eine herabgelassene Leinwand aufgebaut worden war, die nach der Pause zum Einsatz kam. Die tanzenden Finger des Pianisten wurden auf diese projiziert. Dazu kam ein Film, der in die Livebilder von der Kamera eingebunden wurde. Formenti nahm den Kampf mit dem kaum zu bändigenden, manipulierten Bösendorfer Flügel auf, der computergesteuert ein Erdbeben auf Sumatra simulierte.
Die Technik beanspruchte immer mehr Tasten für sich, so dass der Pianist mit immer größeren Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Trotzdem gelangen ihm gute Interpretationen romantischer, virtuoser Stücke. Auch ein technischer Defekt wirkte in diesem Gesamtkontext mehr gewollt als versehentlich. Völlig erschöpft von dem Kraftakt fiel der Pianist anschließend auf der Bühne bei tosendem Applaus auf den Boden.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das Konzert sehr höhrenswert war und allen Zuhörern viele neue Eindrücke brachte.
Das i-Tüpfelchen des Abends war eine Einladung ins Künstlerfoyer, wo wir persönlich mit dem Pianisten reden konnten.


Johannes, Massimo, Dominik, Thilo

Fragen an Joachim Janner

-Berufslaufbahn/ursprüngliche Absichten
-Was ist Ihr Aufgabenbereich im Rahmen der Ruhrtrienale? Was umfasst die Ruhrtriennale?
-Gibt es Besonderheiten dieses Konzerthauses?
-Wie kam der Umbau/Ausbau der Jahrhunderthalle zu Stande?
-Gab es Kritik an dem Ausbau?
-Welche Einflüsse hat die Geschichte des Hauses auf die jetzige Funktion als Konzerthaus?
-Sind Sie mit den Möglichkeiten/der Akustik/der Ausstrahlungskraft der Halle zufrieden? Was würden Sie ggf. ändern? Welche Möglichkeiten und Hindernisse gibt es ggf. bei der Umsetzung?
-Wie stellt sich die allgemeine Zufriedenheit der Künstler mit der Halle dar?
-Halten Sie die Halle für modern? Warum? Ist die Jahrhunderthalle ein "Konzerthaus des 21. Jahrhunderts"?
-Wie sehen Sie die Zukunft der Konzerthäuser?
-Wie verhält sich die Zusammensetzung des Publikums nach Alter? Gibt es spezielle Bemühungen ein junges Publikum anzusprechen?
-Sind die Besucherzahlen zufriedenstellend?